Pagefile Grösse von 4095 MB überschreiten (/PAE)

Kürzlich  wollte ich auf einem Terminal Windows Server 2003 ein Pagefile hinzufügen, dass grösser als 4095 MB war. Der Server wird für Citrix verwendet. Windows hat sich aber vehement dagegen gewehrt und wollte das Pagefile grösser 4095 MB nicht anlegen.

Kurzerhand habe ich bei Microsoft die Lösung gefunden (http://support.microsoft.com/?id=237740)

Notes To create a larger page file, you must load the Physical Address Extension (PAE) kernel. In Windows Server 2003, PAE is automatically enabled when the server is using Hot Add Memory devices. Alternatively, you can force the PAE kernel by adding the /PAE switch in the Boot.ini file.

Der Parameter /PAE muss der Datei boot.ini hinzugefügt werden. Somit kann der Prozessor mehr RAM ansprechen. (PAE Physical Adress Extension)

Die Datei boot.ini kann mit Start –> Ausführen

notepad %systemdrive%\boot.ini

bearbeitet werden.

Nun kann nach einem Reboot problemlos ein Pagefile grösser als 4 GB angelegt werden.

Automatischer Download einer Datei per FTP mit einem Bash Script

Von meinem Blog (und allgemein von allen meiner Webseiten) wird regelmässig ein Backup beim Hoster erstellt. Das Backup lade ich zeitgesteuert mit einem Bash Script herunter.

Damit sich der Benutzer, welcher das Script dann ausführt, einfach am FTP Server anmelden kann, wird die Datei ~/.netrc angelegt

# FTP Verbindungsdaten
machine ftp.hoster.ch
login strenggeheim
password strenggeheim

Die Datei muss die Rechte 600 haben!

Das Script sieht dann so aus

#!/bin/bash

# Laedt das Backup von root1024 herunter

REMOTE=/backup.tar.gz
LOCAL=/tmp/"`date +%F`".tar.gz

ftp ftp.hoster.ch << DONE
get $REMOTE $LOCAL
DONE

Das << DONE bedeutet, dass jetzt mehrere Zeilen Eingabe kommen. Es wird alles ausgeführt bis zur Zeile DONE.

Das wars schon. Richtet euch doch auch ein automatisches Backup von euren Webseiten ein. Der Initialaufwand ist klein und man ist später froh, wenn man ein Backup erstellt hat.

Zeit auf Debianservern synchronisieren mit NTP (Network Time Protocol)

Vor Kurzem habe ich bemerkt, dass die virtuellen Debianserver auf dem Citrix XenServer in der Zeit ein Abweichung von +/- 2 Minuten haben. Da ich jetzt dann Backups zeitgesteuert per Cron erledigen will, sollten die Server alle die gleiche Zeit haben. Dies geht sehr einfach mit dem Network Time Protocol (NTP). Mit NTP lassen sich Uhren von Computern und Servern über das Internet mit einem Zeitserver synchronisieren. Verfügbare Zeitserver gibt es rechts auf der Hauptseite des Projekts pool.ntp.org. Man sollte wenn möglich immer die Zeitserver nehmen, welche am nächsten zu einem stehen.

Einfach ntp installieren

aptitude install ntp

Die Konfigurationsdatei von ntp ist /etc/ntp.conf und sieht nach der Installation von ntp so aus

# /etc/ntp.conf, configuration for ntpd; see ntp.conf(5) for help

driftfile /var/lib/ntp/ntp.drift

# Enable this if you want statistics to be logged.
#statsdir /var/log/ntpstats/

statistics loopstats peerstats clockstats
filegen loopstats file loopstats type day enable
filegen peerstats file peerstats type day enable
filegen clockstats file clockstats type day enable

# You do need to talk to an NTP server or two (or three).
#server ntp.your-provider.example

# pool.ntp.org maps to about 1000 low-stratum NTP servers.  Your server will
# pick a different set every time it starts up.  Please consider joining the
# pool:
server 0.debian.pool.ntp.org iburst dynamic
server 1.debian.pool.ntp.org iburst dynamic
server 2.debian.pool.ntp.org iburst dynamic
server 3.debian.pool.ntp.org iburst dynamic

# Access control configuration; see /usr/share/doc/ntp-doc/html/accopt.html for
# details.  The web page
# might also be helpful.
#
# Note that "restrict" applies to both servers and clients, so a configuration
# that might be intended to block requests from certain clients could also end
# up blocking replies from your own upstream servers.

# By default, exchange time with everybody, but don't allow configuration.
restrict -4 default kod notrap nomodify nopeer noquery
restrict -6 default kod notrap nomodify nopeer noquery

# Local users may interrogate the ntp server more closely.
restrict 127.0.0.1
restrict ::1

# Clients from this (example!) subnet have unlimited access, but only if
# cryptographically authenticated.
#restrict 192.168.123.0 mask 255.255.255.0 notrust

# If you want to provide time to your local subnet, change the next line.
# (Again, the address is an example only.)
#broadcast 192.168.123.255

# If you want to listen to time broadcasts on your local subnet, de-comment the
# next lines.  Please do this only if you trust everybody on the network!
#disable auth
#broadcastclient

Ich musste nichts mehr weiter konfigurieren, date zeigt jetzt auf die Sekunde genau die Zeit der Atomuhr an. Trotzdem stelle ich die Zeitserver noch auf diese in der Schweiz um

# pool.ntp.org maps to about 1000 low-stratum NTP servers.  Your server will
# pick a different set every time it starts up.  Please consider joining the
# pool:
server 0.ch.pool.ntp.org iburst dynamic
server 1.ch.pool.ntp.org iburst dynamic
server 2.ch.pool.ntp.org iburst dynamic
server 3.ch.pool.ntp.org iburst dynamic

Der Dienst kann gesteuert werden mit

/etc/init.d/ntp {start|stop|restart|try-restart|force-reload|status}

Der Server muss nicht nur als Client fungieren, er könnte auch als ein NTP Server konfiguriert werden.

This client is too old to work with working copy ‚.‘.

Heute wollte ich auf einem Debian Lenny Daten in ein SVN Repository einchecken. Da kam mir eine Fehlermeldung entgegen:

# svn commit .
svn: This client is too old to work with working copy '.'.  You need to get a newer Subversion client, or to downgrade this working copy.
See http://subversion.tigris.org/faq.html#working-copy-format-change
for details.

Die Version des SVN Clients auf Debian ist tiefer als die Version des Repositories. SVN Client auf Debian: 1.5.1. SVN Client auf Windows: 1.6.12. Jeder SVN Client muss mindestens die Version 1.6.12 haben, um mit dem SVN Repository arbeiten zu können. Für Debian war aber über aptitude update kein Update verfügbar. Den SVN Client gibt es im Moment im regulären Repository von Debian nur in Version 1.5.1. Package.

Einen aktuelleren SVN Client in Version 1.6.12 stellt Debian Backports zur Verfügung. Package. Debian ist sehr stabil, dafür sind nicht alle Programme up to date. Genau da setzt Debian Backports an. Es stellt die Programme in einer aktuelleren Version als Repository zur Verfügung.

So wird der aktuellere SVN Client Version 1.6.12 von Debian Backports installiert:
Der Datei /etc/apt/sources.list die Zeile

deb http://backports.debian.org/debian-backports lenny-backports main

hinzufügen. Den Befehl

aptitude update

ausführen. Subversion von Debian Backports installieren

aptitude -t lenny-backports install subversion

Jetzt ist Subversion auf der aktuellen Version und man kann mit dem SVN Repository wieder arbeiten :D.

In der FAQ von Subversion habe ich noch einen Beitrag gefunden, wie man die Version eines SVN Repositories downgraden kann: http://subversion.apache.org/faq.html#working-copy-format-change